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OpenAI stellt Custom GPTs ein: Was mit Daten, Actions und Workflows passiert
Custom GPTs sollen am 11. Dezember 2026 enden. Wir zeigen, welche Inhalte in Plugins migriert werden, was nicht mitkommt und wie Daten, Actions, Rechte und Nutzerzugriffe sauber umgestellt werden.
OpenAI hat bestätigt, dass Custom GPTs eingestellt werden. Der geplante Abschalttermin ist der 11. Dezember 2026. Für bestimmte Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub nennt OpenAI den 11. Februar 2027. Die Nachfolge sollen Plugins antreten: Pakete aus wiederverwendbaren Skills, Referenzdateien und verbundenen Apps.
Das ist keine reine Umbenennung. Ein Teil der Inhalte kann migriert werden, andere Bestandteile müssen neu aufgebaut und getestet werden. Besonders Custom Actions, Freigaben und verteilte Zugriffe brauchen eigene Arbeit.
Die wichtigsten Termine
Bestehende Custom GPTs funktionieren bis zum jeweils angekündigten Abschalttermin weiter. Auf persönlichen Konten – Free, Go, Plus und Pro – ist die Erstellung und Veröffentlichung neuer GPTs bereits nicht mehr verfügbar. OpenAI nennt außerdem den 26. Oktober 2026 als geplanten allgemeinen Stopp für neue Custom GPTs. Bestehende, noch nicht migrierte GPTs sollen bis zur Abschaltung bearbeitbar bleiben.
Nach einer Migration bleibt das ursprüngliche GPT bis zur Abschaltung nutzbar, wird aber schreibgeschützt. Änderungen müssen dann im neuen Plugin erfolgen.
Was automatisch in ein Plugin übertragen werden soll
OpenAIs geplanter Migrationsweg verwendet die letzte veröffentlichte Fassung eines GPTs. Nicht veröffentlichte Entwürfe und Änderungen werden nicht übernommen. Öffentlich teilen muss man das GPT dafür nicht; entscheidend ist eine veröffentlichte Version im Builder.
Geplant ist folgende Zuordnung:
- Anweisungen werden zu einem Skill im Plugin.
- Wissensdateien werden als Referenzdateien in das Plugin kopiert.
- Verbundene Apps werden als Apps in das Plugin aufgenommen.
Skills bilden dabei die Workflow-Schicht. Sie beschreiben, wann ein Ablauf passt, welche Schritte nötig sind und wie Ergebnisse aussehen sollen. Apps liefern den Zugriff auf externe Konten, Informationen oder Aktionen. Benötigt ein Workflow eine eigene technische Schnittstelle, kann zusätzlich ein MCP-Server erforderlich sein.
Was nicht automatisch mitkommt
Gerade die Ausnahmen entscheiden darüber, ob ein bisheriges GPT nach der Migration wirklich weiterarbeitet:
- Das ausgewählte Modell wird nicht übernommen.
- Custom Actions werden nicht migriert.
- Freigabe- und Teilungseinstellungen werden nicht übernommen.
- Nutzer eines bisherigen öffentlichen oder geteilten GPTs erhalten nicht automatisch Zugang zum Ersatz.
- Das neue persönliche Plugin startet privat und wird durch die Migration nicht automatisch installiert.
Ein GPT mit Custom Action ist deshalb kein Ein-Klick-Umzug. Die Verbindung muss über eine verfügbare App oder einen eigenen MCP-Server neu aufgebaut werden. Authentifizierung, erlaubte Aktionen, Endpunkte und Freigaben gehören anschließend separat getestet.
Was mit Chats und Wissensdateien passiert
Die Abschaltung bedeutet laut OpenAI nicht, dass bestehende Unterhaltungen mit Custom GPTs verschwinden. Diese Chats sollen auch nach der Stilllegung zugänglich bleiben. Unzugänglich werden zum jeweiligen Termin das Custom GPT und seine GPT-Seite.
Bei den Wissensdateien ist die Lage anders: Sie werden im geplanten Migrationsweg in die Referenzdateien des Plugins kopiert. Trotzdem sollte man vor dem Umzug prüfen, ob die letzte veröffentlichte GPT-Fassung wirklich alle aktuellen Dateien enthält. Nach der Migration müssen Referenzen, Beispiele und Antworten erneut getestet werden.
Das ist auch deshalb wichtig, weil Custom GPTs bisher keine gespeicherte ChatGPT-Memory, keine allgemeinen Custom Instructions und keine früheren Unterhaltungen als eigenes Gedächtnis verwenden. Diese Bereiche sind von den hochgeladenen Wissensdateien zu unterscheiden. Mehr zur Trennung zwischen dauerhaftem Kontext und Arbeitsablauf steht in unserem Beitrag über ChatGPT Memory als Workflow-Schicht.
Was sich beim Datenschutz ändert – und was nicht
Ein Plugin hebt bestehende Berechtigungen nicht auf. Eine eingebundene App kann nur auf Daten und Aktionen zugreifen, die der jeweilige Providerzugang und die Workspace-Regeln erlauben. Installation allein autorisiert noch kein Konto.
Gleichzeitig bleibt ein wichtiger Prüfpunkt bestehen: Wenn ein Workflow eine externe App oder API verwendet, können relevante Teile einer Eingabe an diesen Drittanbieter übertragen werden. OpenAI weist darauf hin, dass es die Speicherung und weitere Nutzung durch externe Dienste nicht kontrolliert. Vor der Migration sollte deshalb für jede Datenquelle geklärt sein:
- Welche Inhalte verlassen ChatGPT?
- Welches Anbieter-Konto wird verwendet?
- Welche Lese- und Schreibrechte bestehen?
- Welche Freigabe ist vor einer Aktion nötig?
- Wo werden Daten gespeichert oder synchronisiert?
- Welche Aufbewahrungs- und Löschregeln gelten?
Plugins können Workflows sauberer bündeln. Sie ersetzen aber keine Datenschutz- und Rechteprüfung.
Eine praktische Migrationscheckliste
1. Bestand aufnehmen
Alle genutzten GPTs nach Account, Workspace, Eigentümer und Zielgruppe erfassen. Bei fremden GPTs kann nur der Ersteller oder ein berechtigter Workspace-Admin migrieren.
2. Letzte veröffentlichte Fassung prüfen
Wichtige Entwürfe und Änderungen vor dem Stichtag veröffentlichen. Die Migration greift auf diese Fassung zurück, nicht auf einen offenen Entwurf.
3. Bestandteile getrennt dokumentieren
Anweisungen, Conversation Starter, Wissensdateien, Modellwahl, Fähigkeiten, Apps und Actions separat auflisten. So bleibt sichtbar, was automatisch wandert und was neu gebaut werden muss.
4. Datenwege bewerten
Wissensdateien und angeschlossene Dienste nach Sensibilität, Eigentümer, Aufbewahrung und Drittanbieterübertragung klassifizieren.
5. Custom Actions als Integrationsprojekt behandeln
Authentifizierung, OpenAPI-Schema, Endpunkte und erlaubte Aktionen dokumentieren. Dann prüfen, ob eine vorhandene App reicht oder ein eigener MCP-Server nötig ist. Diese Funktionalität kommt nicht automatisch mit.
6. Plugin migrieren und Rechte neu setzen
Im Bereich „My GPTs“ die Funktion „Migrate to plugin“ verwenden, sobald sie für das Konto verfügbar ist. Danach Apps autorisieren, Workspace-Berechtigungen prüfen und das gewünschte Teilen neu konfigurieren.
7. Gegen bekannte Fälle testen
Mehrere typische Referenzprompts und mindestens einen schwierigen Randfall vergleichen. Prüfen, ob der richtige Skill gewählt wird, Referenzdateien einfließen, Ausgabeformate stimmen und alle benötigten Tools verfügbar sind.
8. Nutzer umstellen
Alte Links und Anleitungen ersetzen. Der bisherige Nutzerkreis wird nicht automatisch übertragen; jeder Empfänger braucht Zugriff auf das neue Plugin und gegebenenfalls auf die zugrunde liegenden Apps.
9. Erst danach produktiv wechseln
Das alte GPT bis zum erfolgreichen Test als Vergleich behalten. Nach der Migration ist es schreibgeschützt, bleibt aber bis zur Abschaltung nutzbar.
Vom einzelnen GPT zum zusammengesetzten Workflow
OpenAI verschiebt die Anpassung damit von einer eigenen GPT-Seite hin zu einer modularen Kombination aus Skills und Apps. Das passt zur Entwicklung von Workspace Agents in ChatGPT: Nicht der Name eines Assistenten ist die stabile Einheit, sondern ein kontrollierter Workflow aus Anweisungen, Datenzugriffen, Werkzeugen und Rechten.
Plugins können solche Bausteine besser wiederverwenden und auch in ChatGPT oder Codex einsetzen. Der Wechsel ist aber nur dann ein Fortschritt, wenn Teams ihn nicht als automatischen Import missverstehen. Die entscheidende Arbeit steckt in den nicht übertragenen Actions, in den neuen Zugriffsregeln und im Nachweis, dass der Ersatz bei realen Aufgaben dasselbe leistet.
Quellen
- OpenAI: Custom GPT retirement and migration FAQ
- OpenAI: GPTs in ChatGPT
- OpenAI: Plugins in ChatGPT
- OpenAI Developers: Skills in Plugins
- OpenAI Developers: Package your plugin
Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung generativer KI erstellt und redaktionell gegen die verlinkten OpenAI-Quellen geprüft.